Wie wollen wir in Dannenberg in Zukunft wohnen?
Darauf gibt es nicht die eine Antwort. Die junge Familie sucht vielleicht ein Grundstück. Andere suchen ihre erste eigene Wohnung. Und wer im Alter sein großes Haus verlassen möchte, braucht eine kleinere Wohnung – möglichst dort, wo Einkauf, Arzt und Alltag gut erreichbar sind.
Deshalb reicht es nicht, einfach nur zu sagen: Wir brauchen mehr Wohnraum.
Wir müssen uns anschauen, welcher Wohnraum in Dannenberg tatsächlich gebraucht wird – und was Menschen sich noch leisten können.
Nebenstedt Ost ist dafür ein gutes Beispiel. Die Stadt hat dort investiert und neue Baugrundstücke geschaffen. Gleichzeitig müssen wir jetzt genau hinschauen: Passen Grundstücksgrößen, Preise und geplante Wohnformen noch zu der Nachfrage?
Für mich heißt das auch: Bevor die nächsten Bauabschnitte entwickelt werden, sollten wir aus dem ersten lernen.
Kleinere Grundstücke können dazugehören. Ebenso Doppel- und Reihenhäuser, kleinere Mietwohnungen oder neue Wohnformen für Menschen, die im Alter zwar kleiner wohnen, aber in Dannenberg bleiben möchten.
Und wir sollten prüfen, welche rechtssicheren Möglichkeiten die Stadt hat, den Einstieg ins eigene Zuhause zu erleichtern – beispielsweise durch andere Vergabemodelle oder Erbbaurechte.
Nebenstedt Ost darf nicht nur erschlossen sein. Dort soll ein lebendiges Wohngebiet entstehen.
Für die nächsten Jahre wünsche ich mir deshalb keine Wohnungsbaupolitik nach Schema F, sondern eine einfache Frage als Ausgangspunkt:
Was brauchen die Menschen, die heute und morgen in Dannenberg leben wollen?
Was fehlt euch in Dannenberg: kleinere Wohnungen, Baugrundstücke, Reihenhäuser, barrierearmes Wohnen oder etwas ganz anderes?
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